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Thomas Virnich

Film zum Aufbau der Plastik

Kurzbeschreibung

Thomas Virnich ist ein Mönchengladbacher Künstler, der sich intensiv mit dem Inneren von Dingen beschäftigt. Während andere Künstler Objekte verhüllen, öffnet und verändert er sie, um verborgene Strukturen sichtbar zu machen. Dabei zerlegt er Formen, setzt sie neu zusammen und schafft daraus neue Kunstwerke. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit Gegensätzen wie Innen und Außen, Vergangenheit und Gegenwart sowie Zerstörung und Neubeginn.

Auch sein Werk „Münster“ greift diese Themen auf. Die Skulptur erinnert an die Geschichte des Gladbacher Münsters, die eng mit der Stadtgründung im Jahre 974 verknüpft ist und verbindet die Vergangenheit des Abteibergs mit der Gegenwart. Virnich zeigt das Münster nicht als geschlossenes Gebäude, sondern öffnet es symbolisch und gibt Einblicke in sein Inneres.

Für das dreiteilige Werk verwendete er Ton und Eisen – zwei sehr unterschiedliche Materialien. Die zerbrechlichen Tonformen stehen dabei im Kontrast zur stabilen Eisenhülle. So macht der Künstler sichtbar, wie eng Vergangenheit, Wandel und Erneuerung miteinander verbunden sind. Seine Kunst erinnert daran, dass aus Altem immer wieder Neues entsteht.

Biografie

Thomas Virnich lebt und arbeitet in Mönchengladbach.

  • 1957 geboren in Eschweiler
  • 1978 bis 1981 Studium an der Technischen Hochschule Aachen bei Joachim Bandau
  • bis 1985 Wechsel an die Düsseldorfer Kunstakademie, Studium bei
    Alfonso Hüppi und Eugen Gomringer
  • 1983 während des Studiums erste Einzelausstellung von Thomas Virnich
    Förderpreis der Stadt Aachen
    Förderkoje auf der Art Cologne
  • 1985 Förderpreis des Landes NRW Bildende Kunst
  • 1987 Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium (gemeinsam mit seinem Bruder)
  • 1987 Villa Romana-Preis
  • 1991 Villa Massimo-Preis
  • 2001 Niedersächsischer Kulturpreis
  • 1992/1993 bis 2024 Lehrtätigkeit an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

Interview mit Thomas Virnich